Literarisches Colloquium Berlin

Ein Haus inmitten der Literatur: Seit mehr als fünfzig Jahren ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB) eine Institution mit internationaler Ausstrahlung und prägt die Gegenwartsliteratur – als Veranstaltungsforum und Gästehaus, Werkstatt und Talentschmiede für Autoren und Übersetzer, mit seiner traditionsreichen Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“, seinen Preisen, Austausch- und Förderprogrammen. Die Gründerzeitvilla am Wannsee ist ein Ort der lebendigen Auseinan­dersetzung mit Literatur, sei es im kleinen Workshop oder der Open-Air-Veranstaltung im Garten.

Seit 1989 bildet der Austausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas einen Schwerpunkt der Programmarbeit. Langfristige Kooperationen (u.a. mit dem Deutschlandfunk, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, der Leipziger Buchmesse und der Robert Bosch Stiftung) garantieren die kontinuierliche Literaturvermittlung über Sprachgrenzen hinweg. Auch online sind unter dem Dach des LCB zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen worden: Übersetzer deutscher Literatur aus aller Welt werden auf uebersetzercolloquium.de vernetzt. literaturport.de bietet über tausend Autoren einen digitalen Hafen, mit neuen Texten, Veranstaltungskalender, Navigator durchs Preise und Stipendienangebot. lesungen.net ist das Tonarchiv des LCB (gemeinsam mit dem Literaturhaus Basel), das ab Oktober 2015 unter dem neuen Namen „dichterlesen.de“ mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach Kräfte bündelt.


Leitung: Dr. Florian Höllerer

hoellerer2Geboren 1968 in Berlin. Studium der Germanistik und Romanistik in Berlin und Paris. Zwei Jahre assistant instructor in Princeton. Ehrenpreis der Académie des Sciences, Belles Lettres et Arts Lyon für die Übersetzung der Gedichte René Leynauds (mit Judith Kees). 1999 Promotion. Projektstelle am Goethe-Institut Brüssel zum Kulturstadtprogramm Bruxelles 2000. Von 2000-13 Leiter Literaturhaus Stuttgart (Eröffnung 2001). Von 2008-10 Vorstandsmitglied des Netzwerks literaturhaus.net. Seit 2007 Lehrbeauftragter am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart, seit 2012 Honorarprofessor. 2012 Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres. Seit 2014 Leiter Literarisches Colloquium Berlin (LCB).

Hrsg. (zus. mit T. Schleider) der Essayanthologie Betrifft: ( Suhrkamp 2007). Ein (Literatur-)Haus für Europa. In: Kulturreport (ifa 2006). Hrsg. von W.G. Sebald: Zerstreute Reminiszenzen (U. Keicher 2009). Hrsg. (zus. mit T. Schleider) der Essayanthologie Zur Zeit (Wallstein 2010). Hrsg. (zus. mit J.-B. Joly) von Lexikon der sperrigen Wörter (März Solitude 2010).

Foto © die arge lola