100 Jahre Erich Fried

Ein frei zugängliches Streamingprogramm des Literaturhauses Wien vom 9. bis 10. Mai 2021

Preisverleihung | Vorträge | Lesungen | Gespräche | TV-Dokumentation

Erich Fried (geb. 06.05.1921/Wien, gest. 22.11.1988 in Baden-Baden) war ein Universalist: Lyrik-Bestsellerautor, Übersetzer aus dem Englischen, Essayist, Journalist und unermüdlicher Briefeschreiber. Als junger Mann – traumatisiert von den Gräueln des Naziterrorregimes und vom Tod des von der Gestapo ermordeten Vaters – wurde er von den Jahren im Londoner Exil geprägt. In den Nachkriegsjahren war Fried ein engagierter Verfechter für politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel, der in den Studentenprotesten von 1968 Ausdruck fand und in Deutschland den Schein vom Wirtschaftswunderland nachhaltig zerkratzte.

Spätestens mit dem Band »und vietnam und« (1966) etablierte sich Erich Fried als politischer Dichter. Mit seinen »Liebesgedichten« (1979) avancierte er zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyriker seiner Zeit.

Die Internationale Erich Fried Gesellschaft und das Literaturhaus Wien würdigen diesen bedeutenden Autor mit einem Schwerpunktprogramm am 9. und 10. Mai. Alle Veranstaltungen sind via Livestream frei zugänglich auf: https://www.literaturhaus.at/index.php?id=12927

Programmhöhepunkte

9. Mai 2021
11.00 Uhr – Verleihung des Erich Fried Preises 2020 an die deutsche Autorin und Übersetzerin Esther Kinsky

10. Mai 2021
17.00 Uhr – Gespräch mit dem britischen Autor und Filmemacher Klaus Fried, ein Sohn des Dichters, über Erinnerung und filmische Annäherung
19.00 Uhr – Diskussion über politisches Engagement mit den Autor*innen Teresa Präauer und Josef Haslinger, sowie der Wagenbach Verlegerin Susanne Schüssler

Weitere Informationen finden Sie auf: erichfriedtage.com.