Studie zur Literaturvermittlung in den fünf neuen Bundesländern zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Die vom Netzwerk der Literaturhäuser im Rahmen des Projekts „Literaturhäuser in Ost und West“ Anfang 2009 initiierte „Studie zur Literaturvermittlung in den fünf neuen Bundesländern zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ erforscht die Literaturszene in den neuen Bundesländern und die Entwicklungsmöglichkeiten für Literaturhäuser, deren Wirken und Entstehen wir unterstützen wollen. Sie wurde nun von den beauftragten Literaturwissenschaftlern Prof. Dr. Stephan Porombka und Kai Splittgerber von der Universität Hildesheim fertiggestellt. Das Projekt wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

In 42 persönlichen Gesprächen und 31 Fragebögen wurden die Akteure des literarischen Lebens der neuen Bundesländer befragt. Auf einer Tagung der Literaturhäuser in Rostock im Juli 2009 mit den befragten Literaturvermittlern, -förderern und Wissenschaftlern kam es zum ersten gemeinsamen Meinungsaustausch. In der nun veröffentlichten Studie sind die Forschungsergebnisse zusammengetragen und analysiert.

Seit der Veröffentlichung der Studie im Februar 2010 wird die Studie von Prof. Dr. Stephan Porombka und Kai Splittgerber intensiv diskutiert. Die Autoren haben sich vorgenommen, diese Diskussion ausführlich zu dokumentieren.

Anfang Mai 2010 erschien nun die 3. erweiterte Ausgabe der Studie . Sie enthält neben einem längeren Nachwort, in dem ein Resümee zur bisherigen Diskussion gezogen wird (und auch auf die zehntägige Sperrung der Studie eingegangen wird), insgesamt 15 Stellungnahmen von Akteuren des literarischen Feldes in den neuen Bundesländern, die in der Studie direkt erwähnt werden oder unmittelbar und mittelbar von ihr betroffen sind.

Autoren der Beiträge sind: Reiner Mnich (Geschäftsführer des Literaturhauses Rostock im Kuhtor); Anett Hauswald (Projektkoordinatorin, Literaturzentrum Vorpommern, Wolfgang-Koeppen-Haus); Erika Becker (Geschäftsführerin des Literaturzentrums Neubrandenburg); Gerlinde Creutzburg (Leiterin Künstlerhaus Lukas); Ulrich Frohriep (Vorsitzender des Literaturrates Mecklenburg-Vorpommern); Ferdinand Nowak (Referatsleiter Bibliotheken, Archive, Literatur, Kulturelle Bildung, Soziokultur, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brandenburg); Hendrik Röder (Geschäftsstellenleiter des Brandenburgischen Literaturbüros; Dr. Gisela Zander (Leiterin Literaturhaus Magdeburg); Dr. Manuel Frey (Stellv. Stiftungsdirektor der Kulturstiftung Sachsen und Referent für Bildende Kunst, Literatur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit); Sibille Tröml (Geschäftsführerin des Sächsischen Literaturrats e.V.); Claudius Nießen (Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und Leiter der Veranstaltungsagentur ClaraPark); Leif Greinus (Verleger “Voland & Quist”); Andreas Heidtmann (Herausgeber “poetenladen”); Dr. Jens Kirsten (Projektmanager Thüringer Literaturrat); Michael John (Projektleiter Erfurter Herbstlese)

Der Vollständigkeit halber sind hier die Anmerkungen zu den zwischenzeitlich vorgenommenen kleinen Änderungen zu lesen. Dieser Anhang dokumentiert die Korrekturen, die zu einer zwischenzeitlichen Sperre der Studie im April geführt hatten. Es handelt sich, wie dort nachzulesen ist, durchweg um kleinere Eingriffe, die weder im Einzelnen noch im Ganzen die konkreten Ergebnisse der Studie verändern.