Literaturhaus Graz

Das zwischen Innenstadt und Universitätsviertel gelegene Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert war bereits als Grazer Kulturhaus bekannt, bevor es im Kulturhauptstadtjahr 2003 als Literaturhaus Graz neu gegründet wurde. Später wurde der historische Teil um einen Neubau mit Café-Terrasse erweitert. Träger des Literaturhauses ist das dort ansässige Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz. Der Betrieb wird mit Mitteln der Stadt Graz unterhalten.

Die Stadt Graz ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im deutschsprachigen Literaturbetrieb und Sitz mehrerer Verlage und Literaturzeitschriften. Mit einem Programm zur steirischen, österreichischen und internationalen Literatur knüpft das Literaturhaus an die Besonderheiten des Standortes an. Dabei decken die Veranstaltungen ein möglichst breites literarisches Spektrum von E bis U ab. Im Rahmen verschiedener Reihen werden sowohl Gedicht- und Prosa- wie etwa auch Krimi-Neuerscheinungen vorgestellt. Mehrere Festivals geben einen Eindruck von aktuellen Tendenzen der Literatur. In Veranstaltungen wie „Lebensbilder. Biographische Zeugnisse“ und „Das eingebildete Ich. Literarische Selbstentwürfe“ werden die Bedingungen von Literatur und die Bedingtheit literarischer Lebensläufe reflektiert. Hierbei kommt dem Literaturhaus die Nähe zum Institut für Literaturforschung zugute, welches das Angebot auch um den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs bereichert. Spartenübergreifende Aktivitäten in Richtung Theater oder Musik und Kooperationen mit anderen Institutionen schlagen Brücken zum kulturellen Leben der Stadt. In der edition Graz werden gemeinsam mit dem Verlag Sonderzahl steirische Autoren publiziert.

Auch Kindern und Jugendlichen bietet das Haus ein breit gefächertes Programm. Im Lesezimmer „Bookolino“ können Kinder mit Kinderbuchautoren und –zeichnern spielerisch ihre Kreativität erproben. Bei der „Jugend-Literaturwerkstatt Graz“ schreiben Heranwachsende unter Anleitung erfahrener Autoren. Die Abende der „Plattform“ haben sich zu einem beliebten Treffpunkt junger Grazer Autoren entwickelt.

Leitung: Gerhard Melzer

Geboren 1950 in Graz; Studium der Germanistik und Geschichte; 1975 Dr. phil. Seit 1973 publizistische Tätigkeit für den ORF und diverse Printmedien (u.a. Neue Zürcher Zeitung, Kleine Zeitung Graz); 1985 Habilitation mit einer Arbeit über Wolfgang Bauer; Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Graz; seit 1990 Leiter des Franz Nabl-Instituts für Literaturforschung ebendort; seit 1.1.2003 Leiter des Literaturhauses.

Publikationen u. a.: Wolfgang Bauer. Eine Einführung in das Gesamtwerk. Athenäum 1981; Die verschwiegenen Engel. Aufsätze zur österreichischen Literatur, Droschl 1998.

Herausgebertätigkeit: Werkausgabe Wolfgang Bauer. Droschl 1986ff.; Buchreihe DOSSIER, Droschl 1991ff.; Sprachmusik – Grenzgänge der Literatur, Sonderzahl 2003; Es liegt was in der Luft. Die Himmel Europas, Droschl 2003; literatur h aus graz. Ein Bilderbuch 2003-2005, Sonderzahl 2006.

Das Netzwerk

Literaturhaus Graz

Elisabethstrasse 30
A-8010 Graz
Tel. +43 (0)316-380 8360
Fax +43 (0)316-380 9793
E-Mail: literaturhaus@uni-graz.at
www.literaturhaus-graz.at

Mitarbeiter

Gerhard Melzer: Leitung
Agnes Altziebler: Programm, Presse
Silvana Cimenti: Programm, Marketing
Riki Winter: Programm, Kinder- und Jugendliteratur