Literaturhaus Rostock

Im Kuhtor, dem ältesten Stadttor Norddeutschlands, gründete sich 1990 der Literaturförderkreis Kuhtor e.V., der Trägerverein des Literaturhauses Rostock ist und im Wesentlichen von der Hansestadt Rostock und dem Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert wird. Das Literaturhaus übernimmt vielfältige Aufgaben bei der Vermittlung von Literatur in Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot reicht von der Autorenlesung bis zu unkonventionellen Formaten.

„Literatur erleben“ ist das Motto des Literaturhauses. Neben der lebendigen Vermittlung von Literatur- und Kulturgeschichte setzt man auch auf neue Impulse für den literarischen Diskurs. Besonders verpflichtet fühlt man sich in Rostock der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und der landesweiten Förderung von Nachwuchsautoren. Neben den Lesungen gibt es dabei verschiedene Formate für eine öffentliche Präsentation. Zweimal jährlich findet „prosanova: die literaturshow“ statt, wenn möglich gibt es ein bis zwei „professional poetry slams“ im Jahr auf dem Kunstraumschiff „MS Stubnitz“. Bei der jährlichen „Lyrikmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern“ küren eine Fachjury und das Publikum insgesamt vier Preisträger unter den Dichtern. Außerdem können sich angehende Autoren individuell zu Manuskripten und bei der Verlagssuche beraten lassen. Seit 2002 gibt das Literaturhaus Rostock in der Reihe „Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern“ im Verlag edition m jährlich einen Band eines vielversprechenden Autors aus der Region heraus.

Das Literaturhaus Rostock hält für das junge Publikum ein umfangreiches Programm parat, wobei die Förderung von Lesekompetenz und Sprachgefühl bei Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht. Innerhalb von themenorientierten Projekten geben Kinder- und Jugendbuchautoren Einblicke in ihre Arbeit, freie Mitarbeiter des Hauses leiten Schüler bspw. in Buchwerkstätten an oder wecken bei den Kleinsten mit „Bilderbuchkinos“ die Lust an Geschichten und am Buch. Beim vom Literaturhaus initiierten „Lesetag Mecklenburg-Vorpommern“ sollen Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrer, die Schuldirektoren und Hausmeister, einen Tag lang lesen können, was ihnen beliebt.