Willkommen bei literaturhaus.net!

Im Netzwerk literaturhaus.net entwickeln und veranstalten 15 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen und den Preis der Literaturhäuser. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über aktuelle Projekte und zeigen die Veranstaltungsvielfalt der Literaturhäuser.

Netzwerk der Literaturhäuser

Basel + Berlin + LCB + FrankfurtGöttingen + Hamburg + Köln + Leipzig + München + Rostock + Salzburg + Stuttgart + Wien + Wiesbaden + Zürich

Literaturfest München 2021 – Sommer Edition

Literaturfest München 2021 – Sommer Edition

Vom 16. bis zum 24. Juni 2021 im Literaturhaus München Weiterlesen
Preis der Jungen Literaturhäuser 2021

Preis der Jungen Literaturhäuser 2021

Der Preis der Jungen Literaturhäuser 2021 geht an Franziska Biermann Weiterlesen
Preis der Literaturhäuser 2021

Preis der Literaturhäuser 2021

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2021 dem Autor Ingo Schulze Weiterlesen

Der Juni in den Literaturhäusern

Auf den in einen milden Sommer kippenden Straßen finden sie wieder statt – die Begegnungen, das Limotrinken in den sich nur langsam verdunkelnden Nächten, ein Spontanplausch auf Asphalt, das Sinnieren und Debattieren auf dem Balkon. Mit dem Juni heißt es auch, in vielen unserer Häuser wieder leibhaftig zusammenzukommen, und es ist uns eine Freude, Ihnen in unseren Sälen oder draußen in den Gärten und auch weiterhin im digitalen Raum Lesungsangebote machen zu dürfen. Dabei laden wir Sie unter anderem zu diesen Themen ein.

Den österreichischen, im Jahr 2000 verstorbenen Autor, Avantgardist und Bürgerschreck H.C. Artmann rücken die Literaturhäuser Salzburg und Berlin in den Fokus. Einen Abend anlässlich dessen 100. Geburtstags gestaltet Berlin unter der Mitwirkung von Emily Artmann, Margret Kreidl, Maximilian Mengeringhaus, Peter Rosei und Tom Schulz am 8. Juni. Auch Salzburg richtet, den Dichter zu ehren, ein Fest aus. Am 12. Juni treffen literarisch-musikalische Performances auf Fotografien und szenisches Spiel von Schauspielstudierenden des Mozarteums/Thomas-Bernhard-Instituts. Es beschließt dort die mit dem 10. Juni beginnende H.C.-Artmann-Tagung. 1921 geboren und damit gleichen Jahrgangs erwies sich der Radiomacher, Literaturkritiker und Experimentallyriker Helmut Heißenbüttel. Das Literaturhaus Stuttgart würdigt ihn mit einem umfangreichen Programm am 25. Juni. Das Fest, realisiert in einem Spaziergang in Etappen, referiert vor allem auf Heißenbüttels legendäres Format »Radio-Essay«. Die Gäste Ulf Stolterfoht, Michael Lissek, Marcel Beyer, Zsuzsanna Gahse, Nancy Hünger, Uwe Timm und Helmut Böttiger bringen Gedichtgeschenke dar. Das Zeitrad noch etwas weiter drehend reagiert das Literaturhaus Hamburg auf den 150. Geburtstag eines der bedeutendsten Romanciers des 20. Jahrhunderts und realisiert so mit Ulrike Sprenger und Lothar Müller am 15. Juni einen Marcel-Proust-Abend.

Ein Jubiläum ganz anderer Art feiert das Literaturhaus Frankfurt mit der 50. Folge seines erfolgreichen Formats »Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch«, in der Mara Delius, Alf Mentzer, Hubert Spiegel und die Gastkritikerin Andrea Petkovic über ausgewählte Neuerscheinungen debattieren. Auch das Literarische Colloquium Berlin bleibt eher im Heute verankert und versucht mit der Reihe »Stoffe – Woraus besteht die Gegenwartsliteratur« dessen komplexe Codes zu knacken. Am 10. Juni sprechen dabei Konstantin Küspert, Ulrike Syha und Hannah Zufall mit Maxi Obexer über den Einfluss von Theaterstoffen auf das gegenwärtige Schreiben. Wie der Weg von der Dramatik zur Prosa führen kann, macht vielleicht auch der Lesungsabend mit Christoph Nußbaumeder in Rostock deutlich. Der preisgekrönte Theaterautor legt mit »Die Unverhofften« sein Romandebüt vor und beweist, dass die großen Bühnenthemen von Liebe und Verrat in eine berührende Familiensaga überführbar sind. Dass sich das Schreiben auch am konkreten Aufbruch entzünden kann, dem Unterwegssein, darin einen sich zwei Abende des Literaturhauses Zürich und des Literaturhauses München. Die selbsternannte Kapitänin Cilette Ofaire, deren Schreiben am 23. Juni in Zürich thematisiert wird, hätte wohl der Frage »Was ist ein Abenteuer?« mit großen, freiheitlichen Geschichten begegnen können. Die gleichnamige Reihe in München greift mit dem Autor Thomas Lehr einen anderen, abstrakteren Aspekt des Abenteuers auf und heißt das Schreiben ein Unterwegssein im Kopf.

Der Fernsehsender ARTE präsentiert Literatur im Juni.