Willkommen bei literaturhaus.net!

Im Netzwerk literaturhaus.net entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen und den Preis der Literaturhäuser. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über aktuelle Projekte und zeigen die Veranstaltungsvielfalt der Literaturhäuser.

Netzwerk der Literaturhäuser

Basel + Berlin + LCB + FrankfurtGöttingen + Hamburg + Köln + Leipzig + Rostock + Salzburg + Stuttgart + Wien + Wiesbaden + Zürich

#ZWEITERFRUEHLING

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Jetzt neu: Förderprogramme von Neustart Kultur und Crespo Foundation Weiterlesen
»Vom Unbehagen in der Fiktion«

»Vom Unbehagen in der Fiktion«

Veranstaltungsreihe des Netzwerks in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung Weiterlesen
Preis der Literaturhäuser 2020

Preis der Literaturhäuser 2020

Marlene Streeruwitz erhält den Preis der Literaturhäuser 2020 Weiterlesen

Der November in den Literaturhäusern

Liebes Publikum,

wir sind sehr froh, Sie der Schweiz, wenn auch in begrenzter Zahl, so doch noch wahrhaftig bei uns empfangen, Ihren Applaus und den gemeinsam geführten Diskurs fühlen zu dürfen. Zu einer Sofalesung bittet das Literaturhaus Basel die Autorin Seraina Kobler und ermöglicht so einen unbedarften Veranstaltungsbend im kleinen Kreis. In den diesjährigen Zürcher Poetikvorlesungen doziert am 17., 26. und 30. November im Literaturhaus Zürich die dänische Ausnahmekünstlerin Madame Nielsen über das Leben als Schrift und die Schrift als Lebensform und erläutert, welches Potenzial der Fremdsprache zur Heimkehr und als Ur-Sprung innewohnt.

Dass es Zeit für ein anderes Veranstalten ist, damit sehen sich in diesem Monat die Literaturhäuser in Österreich und Deutschland konfrontiert, die zum Zwecke der Eindämmung von Covid-19 auf Publikumsverkehr verzichten müssen. Den örtlichen Kontakt zu beschränken, heißt aber nicht, ihn ganz abreißen zu lassen, und so laden wir Sie ein, unser Digitalprogramm wahrzunehmen und darin den aktuellen literarischen Stimmen weiter Gehör zu schenken. Das aus den eigenen vier Wänden zu tun, kann geradezu programmatisch sein, zum Beispiel wenn Sie dem Gespräch von Andreas Schäfer, Hans-Dieter Nägelke und Dorothea Westphal folgen, das sich ausgehend von Schäfers Roman »Das Gartenzimmer« dem »Leben der Häuser« widmet und am 12. November im Literaturhaus Berlin aufgezeichnet wird. Damit es Ihnen nicht zu eng zumute wird, weitet das Literarische Colloquium Berlin mit »Literatur von See zu See: Mexiko-Stadt/Berlin« wieder den Blick. Über Sprachen, Räume und Schreibweisen sinnieren am 19. November im Livestream Verónica Gerber Bicecci, Juliana Kálnay, Isabelle Lehn, Inger-Maria Mahlke, Fernanda Melchor, Guadalupe Nettel, Mithu Sanyal und Isabel Zapata. Auch in Frankfurt wird das Leben weiterhin als polyphon erlebt. Drei Gedichtbände, drei Stimmen werden Ihnen online und per moderiertem Gespräch zugänglich gemacht: Esther Kinsky, Kerstin Preiwuß und Volker Sielaff stellen sich und ihre Arbeiten vor. Dass das ein lohnenswerter Austausch sein wird, davon zeugt nicht nur der Umstand, dass Erstere am 29. November im Literaturhaus Wien mit dem diesjährigen Erich Fried Preis prämiert wird. Einen expliziten Leseaufruf formuliert das Literaturhaus Köln mit seiner seit 2003 jährlich umgesetzten Aktion »Ein Buch für die Stadt«, zu dem 2020 Nadifa Mohameds Roman »Der Garten der verlorenen Seelen« auserkoren wurde. Auf Ihre Partizipation setzt Hamburg mit seiner »Zugabe!«, bei der Sie am 19. November via Zoom mit der Autorin Anna Katharina Hahn ins Gespräch kommen können. Sehen Sie Online-Darbietungen eher kritisch oder interessiert Sie auf konstruktivem Weg das Wozu und Wie der »Digitalisierung des kulturellen Lebens«, dann sei Ihnen der Diskussionsabend mit Petra Olschowski und Emmanuel Suard aus dem Literaturhaus Stuttgart empfohlen. Möchten Sie die Pandemie nicht mit Unterhaltung überblenden, sondern unmittelbar zeitgenössische, auch ausländische Perspektiven auf Covid-19 und die Arbeitsmigration hören, so schalten sie gern bei der neuen Podcastfolge der »Göttinger Krisengespräche« ein, produziert vom Literarischen Zentrum Göttingen. Seien wir ehrlich, ein bisschen Unbehagen erzeugt die aktuelle Welterfahrungen doch in uns allen. Warum dieses Gefühl nicht selten in fiktionale Texte gegossen wird, untersucht die mit der Bundeszentrale für politische Bildung konzipierte Veranstaltungsreihe »Vom Unbehagen in der Fiktion«, die in sieben der im Netzwerk vertretenen Literaturhäuser stattfindet.

Wie Sie die Zeit auch verbringen mögen, achten Sie gut auf sich: Lesen Sie gut, leben Sie gut!
Ihre Literaturhäuser

Der Fernsehsender ARTE präsentiert Literatur im Dezember