Willkommen bei literaturhaus.net!

Im Netzwerk literaturhaus.net entwickeln und veranstalten 15 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen und den Preis der Literaturhäuser. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über aktuelle Projekte und zeigen die Veranstaltungsvielfalt der Literaturhäuser.

Netzwerk der Literaturhäuser

Basel + Berlin + FrankfurtGöttingen + Halle + Hamburg + Köln + Leipzig + München + Rostock + Salzburg + Stuttgart + Wien + Wiesbaden + Zürich

Preis der Jungen Literaturhäuser 2023

Preis der Jungen Literaturhäuser 2023

Nominiert sind Tamara Bach, Tobias Elsäßer und Andrea Karimé. Lesen
Souvenir – Literaturen und Andenken aus Mittel- und Osteuropa

Souvenir – Literaturen und Andenken aus Mittel- und Osteuropa

Eine neue Veranstaltungsreihe des Netzwerks der Literaturhäuser Lesen

Der Februar in den Literaturhäusern

Auch dem kürzesten aller Monate verleihen wir Gewicht. Wir führen die das Netzwerk umspannende Veranstaltungsreihe »Souvenir – Literaturen und Andenken aus Mittel- und Osteuropa« mit zwei weiteren Veranstaltungsterminen fort und begrüßen Sie dazu in den Literaturhäusern Leipzig und Rostock. In Leipzig wird ein alternatives »Märchenland« entworfen: »Märchenland für alle« heißt das Buchprojekt aus Ungarn, das die Projektleiterin Dorottya Rédai und der Herausgeber Boldizsár M. Nagy selbst vorstellen und das als Kinder- und Familienbuch Selbstvertrauen und Toleranz stärken will. Der Geschichtenband liegt nun auch auf Deutsch vor. Auf der Bühne des Rostocker Hauses begegnen sich die aus der Ukraine stammende Autorin Tanja Maljartschuk und die tschechische Autorin Radka Denemarková. Im Gespräch über ihre aktuellen Bücher – den Essayband »Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus« und den Roman »Stunde aus Blei« – hinterfragen sie den Einfluss von privater Erinnerung und kollektivem Gedächtnis auf das gegenwärtige Schreiben. Der Historiker Andreas Kossert moderiert den Abend. Auch das Literaturhaus Zürich richtet den Blick gen Osteuropa und macht vom 24. bis 27. Februar das Baltikum erfahrbar. Die »Tage baltischer Literatur« zeigen mit Lesungen, Musik, Illustration und Podiumsdiskussionen, welche gesellschaftspolitischen und künstlerischen Fragen Estland, Lettland und Litauen bewegen, welche literarischen Traditionen sie prägen. Zu erleben sind unter anderem die Karikaturistin Ieva Kunga, der Lyriker und Übersetzer Laurynas Katkus, die belarussische Historikerin Iryna Kashtalian und der lettische Dichter und Wissenschaftler Artis Ostups.

Natürlich geht auch das gegenwärtige Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht spurlos am Literaturbetrieb vorbei. Ein Jahr der Kämpfe, der Zerstörung, des Verwundens und Tötens ist es nun am 24. Februar schon, ein Frieden ist nicht in Sicht. Mit Kateryna Mishchenko, der Herausgeberin des Sammelbands »Aus dem Nebel des Krieges«, und dem Moderator Ulrich Noller blickt das Literaturhaus Köln auf die Gleichzeitigkeit von gesellschaftlicher Mobilisierung und Traumatisierung.

Für Zeitkritik in Echtzeit steht auch der »Wortmeldungen Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte«. Aus 120 Einreichungen hat die interdisziplinäre Jury bestehend aus Elke Buhr, Rahel Jaeggi, Paul Jandl, Steffen Mau, Miryam Schellbach und Philipp Theisohn die fünf eindringlichsten ausgewählt. Im Literaturhaus Frankfurt nun präsentieren die Nominierten Lisa Krusche, Olga Martynova, Sasha Marianna Salzmann, Judith Schalansky und Kinga Tóth ihre Beiträge in einem großen Shortlist-Abend.

Afrikanische Perspektiven auf Frieden in Literatur und Politik bezieht das Literaturhaus Stuttgart ein. Der in der Demokratischen Republik Kongo geborene Fiston Mwanza Mujila, dessen Debüt »Tram 83« Aufsehen erregte, stellt mit »Tanz der Teufel« seinen jüngsten, in zahlreichen Erzählsträngen auf Musik referierenden Roman vor. So schillernd die Erzähltänze sind, so sehr sind sie auch politisch. Tags zuvor ist es der vielfach ausgezeichnete Dany Laferrière, der mit seinem Buch »Kleine Abhandlung über Rassismus« das Podium betritt. Seine Botschaft ist die Aufklärung, das Sichvergegenwärtigen von Stereotypen und Ressentiments gegen den Anderen, die Auseinandersetzung, um ein friedlicheres Zusammenleben zwischen den Menschen zu ermöglichen.
Er beherrscht mit »Die geheimste Erinnerung der Menschen« das aktuelle Feuilleton: Mohamed Mbougar Sarr. Der im Senegal geborene, in Frankreich lebende Autor ist 2021 als einer der jüngsten Preisträger überhaupt mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet worden und nun im Literaturhaus München zu erleben.

 Der Fernsehsender ARTE präsentiert Literatur im Februar.