Willkommen bei literaturhaus.net!

Im Netzwerk literaturhaus.net entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen und den Preis der Literaturhäuser. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über aktuelle Projekte und zeigen die Veranstaltungsvielfalt der Literaturhäuser.

Netzwerk der Literaturhäuser

Basel + Berlin + FrankfurtGöttingen + Halle + Hamburg + Köln + Leipzig + München + Rostock + Salzburg + Stuttgart + Wien + Wiesbaden + Zürich

10. Literaturfestival Zürich

10. Literaturfestival Zürich

Literatur und Musik vom 11. bis 17. Juli 2022 im Alten Botanischen Garten Zürich Lesen
Preis der Literaturhäuser 2022

Preis der Literaturhäuser 2022

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2022 an Sasha Marianna Salzmann Lesen

Der Mai in den Literaturhäusern

Haben Sie gut in den Mai gefunden? Vielleicht mit Tanz und einer Feier im Freien? Wie schön! Wir teilen diese gesellige Stimmung mit Ihnen und möchten Ihnen vom Zuwachs im Netzwerk der Literaturhäuser berichten. Als 15. Mitglied im Verbund dürfen wir seit dem 1. April das Literaturhaus Halle begrüßen und wir tun dies mit großer Freude. Geleitet von Alexander Suckel, versteht sich das 2018 gegründete Literaturhaus Halle an der Saale als ein Ort des geschriebenen und gelesenen Wortes, als ein Ort der Auseinandersetzung und Diskussion, eine Heimstätte regionaler, nationaler und internationaler Autoren, eine Begegnungsstätte zwischen Literatur und angrenzenden Künsten und vor allem als ein Ort des Zusammentreffens von Autoren und Publikum. Dabei reicht das Programm des Hauses von der klassischen Autorenlesung über Gesprächsrunden, von der Schreibwerkstatt bis zum Poetry Slam und wird durch Ausstellungen zur bildenden Kunst, Fotografie und Architektur sowie Konzerte sinnenfroh ergänzt. Folgen Sie dem Lockruf und entdecken Sie das inhaltliche Profil des Literaturhauses in Halle!

Damit sei der guten Meldungen jedoch noch nicht genug, denn auch an anderen Orten wollen wir mit Ihnen feiern: Am 7. und 8. Mai wird zwischen Kunstquartier und Innenstadt das neue Literaturhaus Göttingen eingeweiht, unter dessen Dach künftig das Literarische Zentrum Göttingen und der Göttinger Literaturherbst zusammenarbeiten werden. Dorris Dörrie, Matthias Brandt und Jens Thomas, Axel Scheffler und Abbas Khider gestalten die Eröffnungstage. Sie sind darüber hinaus herzlich eingeladen, durch das Gebäude zu streifen und Ad-hoc-Erzählkünstlerinnen und Slam-Poeten zu begegnen. Rufen Sie mit uns lauthals heraus: Hier beginnt ein neues Kapitel!

Auch im Literaturhaus Frankfurt erklingt großer Jubel, kann das Haus doch auf eine stabile Kontinuität von nunmehr über 30 Jahren Programmarbeit schauen. Dass vom Erschlaffen keine Rede sein kann, beweist Ihnen nicht nur das Frankfurter Jubiläumsprogramm der nächsten drei Monate. Mindestens einen der Höhepunkte bildet die Jubiläumsflussfahrt vom 24. Juni, die Skyline der Stadt fest im Blick. Das Haus will zudem seine Angebote für Kinder und Jugendliche ausweiten und inklusiv auch Literatur in einfacher Sprache präsentieren. »Es geht uns um das voraussetzungslose Hierherkommen«, äußert der Leiter Hauke Hückstädt in einem Interview mit der FAZ.

Am 11. Mai jedoch wollen wir Sie gern – ob digital oder in Präsenz – in Stuttgart wissen, wo der Preis der Literaturhäuser 2022 an Sasha Marianna Salzmann verliehen wird. Die im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren Sasha Marianna Salzmann als eine Autorin, die den Riss, der sich durchs Leben zieht, in betörende, herausgehobene Literatur verwandelt, sei es für die Bühne, im Essay, im klugen Gespräch wie im Roman. Die Laudatio hält Marie Schmidt, Andreas Platthaus moderiert und Ganna Gryniva führt mitsamt ihrer Band musikalisch durch den Abend.

Mit »Und seitab liegt die Stadt« vom 12. und 13. Mai möchten wir Ihnen das zweitägige Festival im Literarischen Colloquium Berlin empfehlen, das von Shida Bazyar und Emma Braslavsky kuratiert und moderiert wird. In Tandem-Panels werden Positionen zu und Visionen von Zukunft präsentiert. Von einer Soundinstallation von Burkhard Finckh begleitet prüfen die zwölf Bühnengäste, darunter Nicole Seifert, Şeyda Kurt, Tijan Sila, Thomas Gäbert, Naika Foroutan und Matthias Lohre ihre literarischen Entwürfe auf Machbarkeit.

Welcher Umgang hingegen mit der Vergangenheit angemessen ist, seziert Yasmina Reza in ihrem neuen Roman »Serge«. Die Autorin stellt ihn auf Einladung des Literaturhauses Hamburg am 14. Mai im St. Pauli Theater vor. Das Gespräch führt Alexander Solloch, die deutschen Textpassagen liest Peter Jordan, der auch das Hörbuch eingesprochen hat.

Wie hochaktuell historische Themen sein können, beweist auch das Debüt »Waldinneres« von Mónica Subietas, welche am 16. Mai im Literaturhaus Zürich zu Gast ist und in ihrem Roman das Verschwinden eines jüdischen Kunstsammlers thematisiert.

Ein wirklich großes Schmankerl bietet Ihnen auch das Literaturhaus München an, das am 19. Mai mit Szczepan Twardoch einen der herausragendsten polnischen Autoren auf seiner Bühne erlebbar macht. Vorgestellt wird in einer Moderation von Olga Mannheimer der bei Rowohlt erschienene Roman »Demut«.

Im Literaturhaus Salzburg entführt man Sie mit der Autorin Ana Schnabl am 30. Mai in den slowenischen Sprachraum, konkret das Jugoslawien der 1980er-Jahre in seiner ganzen Zerrissenheit. »Meisterwerk« ist der Titel des Romans. Den Blick in die Gegenwart richtet das Leipziger Literaturhaus, das sich nur einen Tag später, am 31. Mai, in der Reihe »Gespräche über den Osten Europas« in einer Podiumsdiskussion ebenfalls der Slowakei annimmt. Es diskutieren die deutsche Übersetzerin Marie Cermann und der slowakische Übersetzer und Literaturwissenschaftler Juraj Dvorský. Die Moderation übernimmt Ralf Pannowitsch. Wie spannend der osteuropäische Kulturraum ist, beweist auch das Literaturhaus Basel, das am 18. Mai eine Lesung des bulgarischen Autors Georgi Gospodinov ausrichtet. Die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tukarczuk verwahrt dessen Roman »Zeitzuflucht« »in einem besonderen Regal in meiner Bibliothek, das ich für Bücher reserviere, die ich immer wieder lesen muss«.

Wir wünschen Ihnen einen leseintensiven Mai.
Ihre Literaturhäuser

Der Fernsehsender ARTE präsentiert Literatur im Mai.