Lesen fördern – Bildung stärken

Die Lesekompetenz der Schüler*innen in Deutschland hat mit Veröffentlichung der Ergebnisse der IGLU-Studie 2021 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Deshalb müssen zeitnah und bundesweit konkrete Maßnahmenbeschlossen und umgesetzt werden. Denn nur so können wir gesamtgesellschaftlich das Zementieren sozialer Ungleichheiten aufhalten und den Anspruch auf Bildung für alle stärken. Ziel muss es sein, die Zahl der schwächeren Leser*innen in den kommenden fünf Jahren zu halbieren! Dafür der AKJ als Dachverband der Kinder- und Jugendliteratur konkrete Forderungen.

Die Jungen Literaturhäuser im Netzwerk der Literaturhäuser aus Deutschland, Österreich und Schweiz sind seit vielen Jahren zuverlässige Anlaufstellen im Bereich der Leseförderung für Kinder und Jugendliche, Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen. Mit vielfältigen Angeboten vermitteln sie Literatur und Lesekultur nachhaltig und auf professionelle Weise, indem sie Begegnungen mit Autor:innen und Illustrator:innen kuratieren und moderieren. Mit ihrer Expertise und ihren institutionellen Möglichkeiten stellen sie ein wesentliches Bindeglied zwischen Schreibenden und Lesenden dar. Dennoch ist bereits vor der Pandemie deutlich geworden, dass der Bedarf an und die Nachfrage nach Veranstaltungen für Kinder im Grundschulalter wesentlich größer ist, als es die zur Verfügung stehenden Mittel auch nur ansatzweise möglich machen.

Den Ausbau der Leseförderung ab dem Grundschulalter und Aufbau einer qualitativen, professionellen Literaturvermittlung auf kommunaler Ebene sehen der Vorstand des Netzwerks der Literaturhäuser gemeinsam mit den Leiter*innen der Jungen Literaturhäuser als wichtigen und dringend notwendigen Schritt, um die Chancengleichheit aller Kinder zu erhöhen, Bildungsgerechtigkeit zu erreichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf Dauer zu stärken. Hier liegt ein großes Potential für das Lesen und die Lesekultur unserer Zukunft. Deshalb unterstützen die Jungen Literaturhäuser im Netzwerk der Literaturhäuser die Forderungen des Arbeitskreis für Jugendliteratur ausdrücklich und schließen sich diesen an.

Positionspapier des Arbeitskreises für Jugendliteratur zur Leseförderung

Schreiben, während die Welt geschieht

Das Literaturfestival Stuttgart wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart ausgerichtet und präsentiert in der ersten Ausgabe Literatur in ihrer spannenden Vielfältigkeit von Prosa über Lyrik bis hin zur Graphic Novel. Eingeladen sind international und national bedeutende Schriftsteller*innen sowie literarische Neuentdeckungen. Das Programm mit Lesungen, Gesprächen, Workshops und Performances wird von der Schriftstellerin Lena Gorelik unter dem Titel »Schreiben, während die Welt geschieht« kuratiert. Auch gestalten 24 von ihr ausgewählte Stuttgarter Literatur- und Kulturakteur*innen das Festivalprogramm mit abwechslungsreichen Veranstaltungsformaten an verschiedenen Orten Stuttgarts mit.

Programm
Das Lesungsprogramm krönen beispielsweise Autorinnen und Autoren wie Chimamanda Ngozi Adichie, A. L. Kennedy, Terézia Mora und Antje Rávik Strubel, Elisa Diallo und Kristof Magnusson, Behzad Karim Khani und Gilda Saheb sowie Selma Wels, Maryam Aras und Shida Bazyar. Erleben Sie zudem am 13. Mai mit »Blütenrausch« den Frühlingsmarkt der unabhängigen Verlage auf dem Gelände des Literaturhauses Stuttgart.
Das Gesamtprogramm des Festivals als PDF.

Tickets
Tickets zu 12,–/10,–/6,– Euro erhalten Sie im Literaturfestival‐Ticketshop, an allen Reservix‐Vorverkaufsstellen und über die kostenfreie Reservix‐Tickethotline 0761 – 888 499 99 sowie in der Buchhandlung und Büchergilde im Literaturhaus Stuttgart.

Das Festival findet mit freundlicher Unterstützung durch die Wüstenrot Stiftung, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und die Chaja Stiftung statt.

Literatur auf ARTE im Februar 2024

Sonntag, 4. Februar – 9.30 Uhr
»Die Ursprünge der Fantasy-Romane: William Morris«

Dokumentationsreihe, Deutschland/Frankreich/USA 2021
Die Dokumentationsreihe konzentriert sich auf das Werk und den Einfluss von William Morris, einem Pionier der modernen Fantasy-Literatur. Es wird beleuchtet, wie Morris’ visionäre Geschichten und sein romantischer Stil die Entwicklung des Fantasy-Genres im 19. Jahrhundert geprägt haben.

Sonntag, 4. Februar – 14.10 Uhr
»Der Graf von Monte Christo: Der Verrat 1/2«

Spielfilm, Frankreich/Italien 1954
Ein zeitloser Klassiker, der die Geschichte eines unschuldig inhaftierten Mannes und seiner Rache in einer Welt voller Intrigen und Abenteuer erzählt. Werktreue Adaption des gleichnamigen Abenteuerromans von Alexandre Dumas.

Sonntag, 4. Februar – 15.45 Uhr
»Der Graf von Monte Christo: Die Rache 2/2«

Spielfilm, Frankreich/Italien 1954
»Der Graf von Monte Christo« ist ein zeitloser Klassiker, der die Geschichte eines unschuldig inhaftierten Mannes und seiner Rache in einer Welt voller Intrigen und Abenteuer erzählt. Werktreue Adaption des gleichnamigen Abenteuerromans von Alexandre Dumas.

Dienstag, 6. Februar – 14.15 Uhr
»Mackenna’s Gold«

Western, USA 1968
Der auf dem gleichnamigen Roman von Will Henry basierende Western begleitet eine Gruppe von Schatzsuchern auf ihrer Jagd nach einem legendären Goldschatz in der Wüste.

Sonntag, 11. Februar – 21.55 Uhr
»The Wolf of Wall Street«

Filmbiographie, USA 2012
Golden-Globe-prämierte Filmbiografie über den Börsenmakler Jordan Belfort in den 1990er-Jahren, der mit illegalen Machenschaften an der Wall Street ein Vermögen aufbaute. Der Film basiert auf Belforts gleichnamiger Bestsellerautobiografie aus dem Jahr 2007.

Montag, 12. Februar – 20.15 Uhr
»Der Marshal«

Western, USA 1969
Nach dem gleichnamigen Roman von Charles Portis erzählt »Der Marshal« die Geschichte einer jungen Frau, die Rache für die Ermordung ihres Vaters sucht und dabei die Hilfe eines trinkfreudigen, aber mutigen Marshals namens Rooster Cogburn in Anspruch nimmt. Der Film wurde für mehrere Oscars nominiert.

Freitag, 16. Februar – 20.15 Uhr
»Schweigend steht der Wald«

Thriller, Deutschland 2022
Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Wolfram Fleischhauer aus dem Jahr 2013 erzählt der Film die bewegende Geschichte von Anja Grimm. Als Forstpraktikantin kehrt sie in den Wald zurück, in dem ihr Vater spurlos verschwand, als sie acht Jahre alt war.

Sonntag, 18. Februar – 9.30 Uhr
»Die Ursprünge der Fantasy-Romane: Robert E. Howard«

Dokureihe, Deutschland/Frankreich/USA 2021
»Die Ursprünge der Fantasy-Romane: Robert E. Howard« ist eine Dokumentationsreihe, die das Leben und Werk des prominenten Autors Robert E. Howard, der für seine Beiträge zum Fantasy-Genre bekannt ist, aufgreift und tief in Howards fantasievolles Erzählen und seinen Einfluss auf die Welt der Fantasy-Literatur eintaucht.

Freitag, 23. Februar – 20.15 Uhr
»Der Baader Meinhof Komplex«

Politdrama, Deutschland 2008
Packende Adaption des gleichnamigen Bestsellerbuchs von Stefan Aust, das 1985 veröffentlicht wurde. Das Buch und der Film erzählen die Geschichte der westdeutschen linksradikalen Terrorgruppe Rote-Armee-Fraktion (RAF), die in den späten 1960er- und 1970er-Jahren aktiv war.

Montag, 26. Februar – 20.15 Uhr
»Laura«

Film noir, USA 1944
Die oscarprämierte Adaption des gleichnamigen Werkes von Vera Caspary aus dem Jahr 1943, beleuchtet die Ermordung einer jungen, erfolgreichen Werbefachfrau, wurde in das National Film Registry der Library of Congress aufgenommen und gilt als kulturell, historisch und ästhetisch bedeutsam.

Programmänderungen vorbehalten.

Kooperation literaturhaus.net mit dem BÜCHERmagazin

Das BÜCHERmagazin und die Literaturhäuser Hamburg, Rostock, Berlin, Köln, Stuttgart, München, Salzburg, Graz, Basel und Zürich kooperieren.

BÜCHERmagazin, das heißt: Literatur in Farbe. Das Magazin für Literaturbegeisterte verschafft mit unterhaltsamen Interviews, Features und Reportagen sowie rund 140 Rezensionen einen fundierten Überblick und spannende Einblicke in die Buch- und Hörbuch-Welt. BÜCHERmagazin stellt seinen Lesern die gesamte Palette des Buchmarktes vor: Debüts wie Klassiker, Bestseller wie Wiederentdeckungen – und das in allen Genres. In jeder Ausgabe werden 250 unabhängige Empfehlungen aus dem Buch- und Hörbuchsegment vorgestellt. Das Team aus bekannten Kritikern und Journalisten nimmt die wichtigsten belletristischen Novitäten kritisch und fundiert unter die Lupe. Sechsmal im Jahr leistet das Premium-Magazin für Literaturbegeisterte Entscheidungshilfe beim Buch- und Hörbuchkauf und liefert exklusive Beigaben wie Hörbuch- und E-Book-Downloads.
Das BÜCHERmagazin ist im gut sortierten Zeitschriften- und Buchhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich oder im falkemedia-shop.de.

Das Netzwerk der Literaturhäuser sowie die einzelnen Häuser werden in ganzseitigen Artikeln im BÜCHERmagazin vorgestellt.
Die Abonnenten des BÜCHERmagazins erhalten eine Karte, die ihnen ermäßigten Eintritt zu regulären Veranstaltungen in den genannten Literaturhäusern ermöglicht.
Hier finden Sie die Kontaktdaten der einzelnen Häuser, um sich über die Veranstaltungen zu informieren.

Die »Marke« Literaturhaus weiter stärken – Ein Interview

Das Netzwerk von 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird seit sechs Jahren vom Hamburg aus betreut; die Geschäftsführung hat Ursula Steffens inne. Außerdem vergibt es einmal jährlich den Preis der Literaturhäuser. Anlaß genug, Rainer Moritz einmal genauer dazu zu befragen. Ein Gespräch mit buchmarkt.de.

Was genau ist unter dem Netzwerk der Literaturhäuser zu verstehen?

Rainer Moritz: Begonnen hat alles Ende der 1990er-Jahre. Damals kam es erstmals zu einer Zusammenarbeit zahlreicher deutschsprachiger Literaturhäuser, die seit 2002 in einem losen Verbund und seit 2008 in einem gemeinnützigen Verein unter dem Namen „literaturhaus.net“ agieren. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus 14 Häusern, neun aus Deutschland – darunter das 1986 gegründete und damit älteste Literaturhaus Berlin –, drei aus Österreich und zwei aus der Schweiz.

Welche Aktivitäten betreibt dieses Netzwerk?

Rainer Moritz: Das Netzwerk ermöglicht es zuerst, Erfahrungen und Kontakte auszutauschen und über gemeinsame Projekte und Mittelakquisition im deutschsprachigen Raum als Literaturvermittler zu wirken. Es geht darum, die inzwischen auch international anerkannte „Marke“ Literaturhaus zu stärken und zu zeigen, wie es auch im digitalen Zeitalter möglich ist, deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur zeitgemäß und innovativ zu verbreiten.
Häufig im Verbund mit unserem Medienpartner ARTE kam es in der Vergangenheit so zu großen gemeinsamen Projekten wie „August 1914. Autoren blicken auf die Städte Europas“, Lesereisen und Plakataktionen wie „Poesie in die Stadt“. Zudem stärken viele der Mitglieder unter dem Label „Junges Literaturhaus“ die Kinder- und Jugendliteratur.

Was hat es mit dem Preis der Literaturhäuser auf sich?

Rainer Moritz: Die alljährliche Verleihung dieses Preises auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse gehört zu den zentralen Aktivitäten des Netzwerkes. Von Anfang an, als 2002 Ulrike Draesner den Preis erhielt, ging es nicht darum, den vielen existierenden Literaturpreisen einen weiteren beliebigen Preis hinzuzugesellen. Stattdessen wollen wir Autorinnen und Autoren auszeichnen, die sich im originelle Lesungskonzepte bemühen und Abende in den Literaturhäusern zu unvergesslichen Live-Erlebnissen machen. Zu den Preisträgern zählen etwa Peter Kurzeck, Judith Schalansky, Feridun Zaimoglu, Elke Erb, Sibylle Lewitscharoff, Nicolas Mahler, Ilija Trojanow oder 2016 Ulf Stolterfoht.

Wie finanziert sich das Netzwerk?

Rainer Moritz: Neben der Kooperation mit unserem Kulturpartner ARTE dürfen wir bei Einzelprojekten immer wieder auf die Förderung von Stiftungen und vergleichbarer Einrichtungen zählen. Alle Häuser leisten einen – nach Jahresbudget gestaffelten – Monatsbeitrag, mit dem unter anderem die von Ursula Steffens verantwortete Geschäftsstelle getragen wird.

Ist das Netzwerk der heimliche Drahtzieher des Literaturbetriebs?

Rainer Moritz: Sicher nicht, dazu ist der Literaturbetrieb hierzulande zu vielgestaltig und offen. Dennoch fungieren die einzelnen Literaturhäuser natürlich als „gatekeeper“; das heißt, sie versuchen durchaus auf unterschiedliche Weise zu propagieren, was sie für bedeutsame Literatur halten, welche Themen debattentauglich sind und wie sich innerhalb des dominierenden Mainstreams komplexe literarische Formen durchsetzen lassen. Wenn wir in diesem Sinne die richtigen Drähte ziehen, soll mir das recht sein.

Was war für Sie zuletzt der beeindruckendste Literaturhausabend?

Rainer Moritz: Fraglos der mit David Grossman, der seinen grandiosen Roman Kommt ein Pferd in die Bar (Hanser) vorgestellt hat – zusammen mit der Literaturkritikerin Gabriele von Arnim und dem Schauspieler Helmut Mooshammer. An diesem Abend hat man gespürt, warum wir Literatur brauchen, mehr denn je.

»Während des Gehens verloren wir unser Gesicht«

Die Ausstellung zeigt Bilder der Künstlerin Ceija Stojka. Sie wurde 1933 in der Steiermark als eines von sechs Kindern einer Lovara-Roma-Familie geboren und kurz vor ihrem zehnten Geburtstag von den Nazis nach Auschwitz, dann nach Ravensbrück und schließlich nach Bergen-Belsen deportiert. Ihr Werk ist eines der wenigen, das den Genozid an den Roma und Sinti aus der Perspektive einer überlebenden Romni behandelt – ein Genozid, der auch in Österreich lange Jahre nicht wahrgenommen wurde und noch immer nicht hinlänglich im öffentlichen Bewusstsein verankert ist.

Erst Mitte der 1980er Jahre begann Ceija Stojka Worte und bildnerische Ausdrucksmittel für das Erlebte zu finden und durchbrach gemeinsam mit ihrem Bruder Karl Stojka als erste in Österreich das Schweigen über die Verfolgung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus und die Diskriminierung in der Zweiten Republik. Ab diesem Zeitpunkt trat sie in der Öffentlichkeit als Romni und Künstlerin auf und vermittelte unermüdlich ihre Erlebnisse als warnende Erinnerung mit dem Ziel, dass so etwas »nie wieder« geschieht.

Ihre Werke erregten international große Aufmerksamkeit und wurden in vielen europäischen Ländern sowie in der Türkei, in Japan und den USA ausgestellt; ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise sowie den Titel »Professorin« verliehen.

Ceija Stojka starb im Jänner 2013, doch die Erinnerung an sie lebt genauso weiter wie ihr Schaffen; und auch wie die Notwendigkeit, immer wieder gegen Rassismus, Antiziganismus und Vorurteile jeglicher Art aufzutreten. 71 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wird nun diese Ausstellung gezeigt, die Torturen in den Lagern, die Erniedrigungen, Todesangst und Degradierung zu einer Nummer schildern. Aber nicht nur die Erinnerungsbilder an die gewaltvollen Szenen ihres jahrelang erduldeten Leidens, die sich ihr als Kind tief ins Gedächtnis eingebrannt haben, bilden die Vorlagen ihrer Zeichnungen und Gemälde. Die Bilder spiegeln auch ihre (Alb-)Traume, ihre Wünsche und ihre Hoffnungen.

Mit freundlicher Unterstützung des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und mit Dank an die Familie Stojka und an die Kuratoren Andrea und Bernhard Hummer.

Radio Literaturhaus

Seit 1999 ist das Literaturhaus Salzburg on air und sendet jeden zweiten Sonntag und den darauf folgenden Dienstag im Monat eine Stunde lang auf der Frequenz der Radiofabrik (107,5 & 97,3 MHZ). Die Sendung gibt es auch zum Nachhören auf www.cba.fro.at. Für die Programmgestaltung ist seit 2009 Waltraud Hochradl zuständig.

Thematisch lehnt sich das Radioprogramm an das Veranstaltungsangebot des Literaturhauses an: Literaturveranstaltungen werden angekündigt oder im Nachhinein aufbereitet. Wichtiger Bestandteil sind Ausschnitte aus den Veranstaltungen. Die Sendereihe bringt Literatur im Allgemeinen zur Sprache – und im Besonderen die, die im Literaturhaus Salzburg von den verschiedenen Literatureinrichtungen veranstaltet und gelebt wird.

Sendetermine und Podcasts finden Sie auf www.radiofabrik.at.

»Dichterlesen.net«

Dichterlesen.net ist ein gemeinsames Projekt des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) und des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA) und seit dem 3. Oktober 2015 online. Gemeinsam haben es sich die kooperierenden Einrichtungen zum Ziel gesetzt, ihre Veranstaltungsmitschnitte aus einem halben Jahrhundert deutscher und internationaler Literaturgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das Herzstück des Projektes bildet das Online-Tonarchiv, in welchem die Audio-Aufnahmen literarischer Veranstaltungen (u.a. Lesungen, Diskussionen, Werkstattgespräche und Colloquien) der beteiligten Institutionen weltweit zum kostenfreien Nachhören angeboten werden.

Erweiternd zum Vorgängerprojekt Lesungen.net wird das Archiv ergänzt um kuratierte, virtuelle Themenräume – den Auftakt machen Julia Schoch und Marcel Beyer mit ihrem Raum »Literatur der Mauerrisse«. In diesem haben sich die beiden Autoren in die Tonarchive des Literaturarchivs Marbach und des LCBs vertieft und jeweils einen audiovisuellen Onlineparcours mit Bild-, Text und Tonexponaten kreiert. Zu entdecken gibt es einmalige Audioaufnahmen von Veranstaltungen beider Literatureinrichtungen vor und nach der historischen Zäsur 1989 u.a. mit Oskar Pastior, Ernst Jandl, Sarah Kirsch und Volker Braun.

Nähere Informationen zum Themenraum »Literatur der Mauerrisse« finden Sie auf www.dichterlesen.net.